Montag, 30. Juni 2014

Half Moon Run - No more losing the war Video



Clowiek Kamera hat mal wieder ein wunderbares Video für Half Moon Run prodzusiert. Für No more losing the war wählt er geteilten Bildschirm, und eine mysteröse Geschichte um ein Paar, ein Auto und Tauben. Man muss sich auf die symbolische Bildsprache einlassen, dann wird man mit wunderschönen Bildern belohnt.

Mittwoch, 18. Juni 2014

The Lake Poets - Honest Hearts EP



The Lake Poets, das ist eigentlich nur eine Person, Martin Longstaff. Ich habe schon so häufig etwas von ihm gehört, dass ich dachte, er hätte schon viel veröffentlicht. Tatsächlich ist Honest Hearts seine erste EP. Longstaff liefert melancholischsanfte Balladen mit Texten über Beziehungen. Den Titelsong beschreibt er so: "A song about going through hell, and keeping going" und Windwoshill wäre ein Song über Agoraphobie und unerwiderte Liebe. Beim Hören ist es neben den schönen Kompositionen vor allem seine sanfte Stimme, die manchmal schon fast ins Schmalzige agleitet, aber für mich immer noch im Bereich des authentischen bleibt, die einen berührt.





Freitag, 23. Mai 2014

Warum Orphan Black so genial ist

Neue Allianzen in Staffel 2? Fotos: BBC America

Ich war schon immer ein Serienjunkie. Sobald ich anfange eine Serie gut zu finden, komme ich nicht mehr davon los, bis ich alle Folgen gesehen habe, ich kaufe mir englische DVDs, ich terrorisiere meine Bibliothek mit Anschaffungswünschen, ich gucke auch mal acht Folgen BSG oder Doctor Who am Stück. Aber es gibt nur wenige Serien, die so gut sind, dass sie einen derart fesseln. Doch jetzt hat es mich wieder erwischt, mit einer Serie aus Kanada, Orphan Black.
Die Ausgangssitaion erzeugt gleich große Spannung: Sarah Manning kehrt nach längerer Zeit nach London zurück, sie will ihr Leben wieder auf die Reihe kriegen und ihre kleine Tochter wieder zu sich holen. Doch dann passiert etwas äußerst Merkwürdiges. Sie sieht zu, wie sich eine Frau, die genauso aussieht wie sie selbst vor den Zug wirft. Ihre Tasche hat die Frau dagelassen und Sarah nimmt sie kurzerhand an sich und die Identität der toten Frau an, denn die hat eine Menge Geld, dass Sarah gut gebrauchen könnte. Ehe sie weiß, wie ihr geschieht befindet sie sich in einem tödlichen Netzwerk aus undurchsichtigen Feinden und neuen Freunden.
Ohne zu viel verraten zu wollen, es wird bald klar, dass Sarah und die Frau die sich umgebracht hat, Beth, Klone sind. Und es gibt noch mehr von ihnen. Bald treffen wir auch Cosima, Alison und Helena. 
Sarah muss sich nicht nur damit auseinandersetzen, dass sie ein Klon ist und dass sie als Beth so tun muss als wäre sie eine Polizistin, sie muss auch aufpassen, dass niemand und vor allem nicht ihr Partner bei der Polizei hinter ihr Geheimnis kommt.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Eliza Shaddad - Waters


Die wunderbare schottisch-sudanesische Sängerin Eliza Shaddad, über die schon einmal berichtet hatte, hat eine neue Single. Im Gegensatz zu früheren Werken ist Waters temporeicher und poppiger, da sie nicht mehr alleine mit Gitarre ist sondern mit Band. Die neue Richtung Shaddads,die auch Jazzmusik macht, gefällt mir sehr gut, es folgt hoffentlich mehr.

Layla - Black Mud EP



In letzter Zeit habe ich öfter darüber nachgedacht, warum manche Musiker oder Songs plötzlich erfolgreich werden und andere nicht. Manchmal höre ich gute Musik, die kaum bekannt ist und wünsche dem Musiker mehr Aufmerksamkeit. Gelegentlich höre ich aber auch etwas und weiß eigentlich schon, dass es erfolgreich sein wird. Manchmal geht dieser Erfolg stetig voran, manchmal über Nacht. Manchmal dauert es Jahre, bis ich einen Song, den ich gut finde plötzlich im Radio höre. Bei Ben Howard, Tom Odell, Michael Kiwanuka oder Lucy Rose war ich mir ziemlich sicher, dass sie irgendwann bekannt sein werden. Layla ist eine junge Sängerin aus England und bei ihr bin ich mir auch sehr sicher, dass der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen wird. Es stimmt die Rezeptur aus eingängigen poppigen Songs, interessanter Stimme und einfach gutem Songwriting. Zudem ist sie, da sie noch alles selbst macht sehr sympathisch. Sie macht alles, was man mit Social Media machen kann und in ihrem Video zu  Black Mud geht es um Liebe und man sieht ein sich halbnackt küssendes Paar. Es gibt wohl kaum eine bessere Anleitung zum Star, oder?



Montag, 19. Mai 2014

Nick Waterhouse - Holly



Mal wieder so ein Musiker, bei dem man sich beim Hören der Musik eine ganz falsche Vorstellung von seinem Aussehen macht. Aber das bestätigt dann vielleicht auch nur meine eigenen Vorurteile. Nick Waterhouse ist ein Bluesmusiker aus Südkalifornien, wo es gerade einen großen Retrotrend gibt. Dort wuchs er nach eigener Aussage mit "Garagen-Psych" und Surfkultur auf, um dann eigene musikalische Wege zu gehen.
Das Cover seines zweiten Albums Holly lässt zunächst an 60er Jahre Folk denken, doch es führt bewusst in die Irre. Hier gibt es schnelle Rhythmen zum Tanzen, dazu schrammelige E-Gitarre, Backgroundchor und Saxophon, richtiger Rhythm'n & Blues mit einer großen Portion Rock'n Roll also. Waterhouses Stimme ist kräftig und kantig, auch wenn er ähnlich aussieht, also keine Gemeinsamkeiten mit Mayer Hawthorn. Nach dem knalligen Einstieg High Tiding, lässt das Album etwas nach, Ain't There Something That Money Can't Buy ist dann ein gelungener kapitalismuskritischer Abschluss. Ich kann mir vorstellen, dass er live noch mal viel besser klingt. Leider habe ich die Deutschlandtour verpasst, aber er kommt bestimmt bald wieder und bis dahin kann man schon mal alle Lieder auswendig lernen. Das Album kann man sich komplett auf Bandcamp anhören, nur die Einbindung klappt leider nicht.

Sonntag, 4. Mai 2014

Emily King Distance Video

Das neue Video von Emily King zum Song Distance ist visuell so faszinierend, dass man dabei ganz vergisst, der Musik zuzuhören. Auf zwei nebeneinander laufenden Filmen sieht man wie alltägliche Gegenstände und Handlungen seltsam verfremdet werden. Der Song dazu ist natürlich auch gut, Kings Soulstimme wird untermalt mit einem starken Rhythmus und Chor.

Sonntag, 6. April 2014

S. Carey - Range of Light Album




Nun ist endlich das neue Album Range of Light von S. Carey erschienen. Man merkt der Musik irgendwie an, dass Carey sehr naturverbunden ist. Seine Musik klingt noch sphärischer als die von Justin Vernon, nimmt einen mit auf Traumreisen, lässt einen an weite Landschaften denken. Der Eindruck von der Single, dass er mehr auf organische Klänge und weniger auf elektronische setzt, bestätigt sich. Beim Album hat er außerdem seine Bandmitglieder mehr Einfluss nehmen lassen, nichtsdestotrotz erkennt man die Careytypische Klangwelt. Ich kenne mich in diese Richtung zwar nicht ganz so gut aus, aber es wundert mich doch, dass in letzer Zeit alles Folk sein soll, was nicht Rock oder Mainstreampop ist. Auch wenn Carey organischer klingt, Folk passt nicht richtig, auch wenn man ihn weit fasst. Aber das Genre ist letztlich ja auch nicht so wichtig. Mit seiner Ausbildung als Orchester-Drummer und als festes Mitglied von Bon Iver erfüllt er sowieso ein weites Spektrum. Einziges Manko ist Careys nicht immer überzeugender Gesang. Er wirkt doch oft etwas unausgereift und auch die Kompositionen erreichen nicht die Schönheit und Klarheit von Bon Iver. Aber es ist auch nicht wirklich gerecht, ihn immer wieder damit zu vergleichen. Carey hat jedenfalls bewiesen, dass er auch allein erst zu nehmen ist, auch wenn er das Album in Justin Vernons Studio aufgenommen hat.

Auf die Single Fire-scene hatte ich schon im Januar hingewiesen. Jetzt gibt es auch ein Video dazu.



Auch Alpenglow ist eines der stärkeren Stücke auf dem Album.



Leider kommt Carey nur zu zwei Konzerten nach Deutschland:
30.5. Berlin, 31.5. Dortmund

Dienstag, 1. April 2014

Rae Morris - Do you even know? Video

Rae Morris neues Video und die Musik dazu ist etwas anders als ihre bisherigen Werke. Man sieht sie in starren Posen an verschiedenen Stellen eines im 60er-Jahre Stil eingerichteten Hauses. Unter dem Video gibt sie eine Erklärung, was sie sich dabei gedacht hat. Es soll das Gefühl darstellen, falsch verstanden zu werden, wenn nur das Äußere wahrgenommen wird und das Innere verborgen bleibt. Im Mai erscheint dann auch endlich ihr erstes Album.

Freitag, 28. März 2014

Kimberly Anne - Hard as Hello EP



Die junge Londonerin Kimberly Anne hat gerade ihre erste EP veröffentlicht.  Mit rauer Stimme und einprägsamen Melodien hat sie drei wunderbare Songwriterstücke geschrieben. Die Haartolle in der Stirn schafft den Wiedererkennungswert. Kimberly Anne schreibt vor allem aber auch wunderbare Lyrics, die man sich genau anhören sollte. Vor allem der Titelsong "Hard as Hello" zwingt zum zuhören. Das Video dazu zeigt Ann, wie sie von vielen Händen immer wieder Sachen ins Gesicht gehalten bekommt, Lippensgtift, Zigarette, Maske und das alles in einem Take aufgenommen. Das Video ist leider von youtube gesperrt. Es gibt aber auch einen Remix von Bastille, der ebenfalls sehr gelungen ist.


Kimberly Anne - Hard As Hello (Bastille Remix) from Kode Media on Vimeo.